Wettbewerbstuning

Es gibt eigentlich nichts blöderes, und gleichzeitig nichts gemütlicheres, als einen regnerischen Samstag.

Der Wetterbericht für heute war sehr optimistisch gewesen, aber die Schauer haben bei uns an den Alpen so schnell Überhand bekommen, dass sich keine sinnvolle Thermik ergeben konnte. Vorhin hat es dann auch ein ziemliches Gewitter gegeben.

Eigentlich hatte ich geplant, über das Wochenende doch noch nach Ansbach zu fliegen und den D-Kader zu besuchen, aber die Schauer ließen mir keine Möglichkeit. Außerdem wird morgen in den Bergen vielleicht das bessere Flugwetter.

So hab ich die 2D heute mal ganz in der Halle gelassen. Beim Kuchenessen vorhin wurde ich von vielen Seiten angesprochen: „Ich dachte, wenigstens du würdest es heute mal versuchen, da drüben vielleicht zwischen den Schauern, oder hier unter dem blauen Loch…“ – „Was ist denn mit dir los?? Am Boden, obwohl es nicht mal dauerhaft regnet?“

Am Vormittag hab ich mich mit Ferdi über die Flugsicherheit und über dies und das unterhalten, am Nachmittag hab ich dann mal etwas ernsthafter angefangen, die 2D auf den Königsdorfer Wettbewerb, der in zwei Wochen anfängt, vorzubereiten.

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(Wer sich daran stört, kann das Ding natürlich binnen zwei Minuten wieder ausbauen. Mal sehen, wie lange es drin bleibt!)

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Aber, okay, was sinnvolles haben wir heute nicht gemacht.

Morgen wird hoffentlich gutes Thermik im ganzen Ostalpenbereich. 🙂

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Teil 4: 1670 km in drei Tagen

Das Wetter wurde tatsächlich gut. Am Sonntag, dem 12.04.2009, kam ich mit dem Plan zum Flugplatz, erneut mit dem Discus über die 500 km- Marke zu kommen.

Beim Briefing um neun Uhr hatten wir ein richtig volles Haus: Das strahlende Wetter lockte allerlei Piloten aus dem verlängerten Winterschlaf, und die Nachbarn aus Benediktbeuern, deren Flugplatz momentan durch Erdarbeiten unbenutzbar ist, waren kurzerhand zu uns umgezogen. Mein Freund Martin, meinstens in einer DG-200 unterwegs, war auch in dem lustigen Haufen.

In den beiden Einsitzern wollten wir uns nun auch auf Kurs werfen, aber leider war Martins Maschine am Vorabend beim Abrüsten an einer Steuerstange verletzt worden.

Bei der Flugzeugvergabe wurden alle Flugzeuge, die wir hatten, belegt. Ich hatte mir die 2D gesichert, wie immer. Letztlich blieb allerdings ein Flugzeug übrig: Der Duo.

Martin sagte nichts, auch ich dachte zuerst nur kurz nach, sah Martin an, dann den Doppelsitzer, dann wieder Martin, und dann waren mir alle Standardklasse-Punkte des heutigen Tages egal. „Komm, wir holen ihn aus der Halle.“

So kam es, dass wir beide im Duo auf Strecke gingen, mit dem Ziel der 500 km im Hinterkopf.

Hier geht es zur Fluginfo.

Bilder vom Flug gibts heute mal weiter unten: Ich hab herausgefunden, wie man Slideshows bastelt.

Es war nach halb eins, als die Thermik im Flachland endlich losging. Wir starteten an der Winde und flogen in guter Blauthermik in die Berge, mit dem Ziel, zunächst den Dachstein 160 km im Osten zu erreichen.

In den Tegernseer Bergen katapultierten uns bis zu 5 m/s Steigen in den Himmel. Über den wilden Kaiser und die Leoganger Steinberge  kamen wir schnell bis ans Steinerne Meer. Dort ging es an der langen Südwand nur abwärts, so dass wir uns aus unter 2000 m wieder an einen niedrigeren Südhang retten mussten. Beim Hochkurbeln trafen wir Hans. Zusammen beschlossen wir, auf die Südseite der Alpen zu springen, da dort gute Cumuluswolken standen und hervorragende Bedingungen versprachen. So stiegen wir so hoch wir konnten und glitten vorsichtig über die eisbedeckten hohen Tauern. Ich vertraute Hans in dieser Flugphase, denn ich hatte das noch nie gemacht. Auf der Südseite sah alles ganz unbekannt und neu aus, auch wenn ich auf der Karte und im Simulator schon oft dort gewesen war. Erst nach einigen Minuten fiel mir die Orientierung leichter.

Wir flogen in zunehmend starken Flugbedingungen an Mauterndorf vorbei zum Millstätter See, dann das Drautal entlang bis Lienz. Im Gegensatz zur völlig blauen Alpennordseite gab es hier  hervorragende Wolken, die das Steigen zuverlässig markierten.

Danach entschieden wir uns, da es schon nach vier Uhr war, über den Felbertauern-Pass nach Norden zurückzugehen.

Über das Pinzgau und das Zillertal flogen wir auf Westkurs ins Inntal. Westlich von Innsbruck, es war halb sechs vorbei, wollte ich auf Heimatkurs gehen, doch Hans war sich des Wetters sicher und zog uns noch mit sich zum Venetberg, etwa 100 km südwestlich unseres Heimatflugplatzes. Die Bedingungen schwächten deutlich ab, aber noch konnten wir mit zuverlässigem Steigen rechnen.

Es war schon irgendwie absurd, als wir uns im Cockpit sagten: „Jetzt ist es nach sechs Uhr, und wir haben noch 100 km nach Hause zu fliegen. Wenn das mal gut geht.“

Am Tschirgant stiegen wir dann im letzten verlässlichen Aufwind des Tages auf 3500 m Höhe. Rein rechnerisch sollte das bis nach Hause reichen! Doch Hans, der inzwischen 10 km voraus war und zunächst meinen Plan, die Zugspitze westlich zu umfliegen, erfolgreich ausprobiert hatte, meldete einige Kilometer nördlich dieser Wand starkes Fallen und Lee-Einflüsse. Dies bestätigte: Wir haben Nordwind. Während Hans und seine Antares in immer größere Probleme gerieten und schließlich sehr tief in den Hangwind am nördlichen Soierngrat einsteigen mussten um nicht in Krün zu landen, konnten Martin und ich diese Informationen in einen optimalen Flugweg ummünzen: Wir querten den Wettersteingrat auf die Nordseite, konnten dort auf Ostkurs unsere Höhe für 5 km halten und mit bequemer Höhenreserve über den Walchensee ins Flachland hinausgleiten. In über 600 m Höhe kamen wir zuhause an.

Hans, der uns vor dem Fehler bewahrt hatte, selbst ins Lee östlich von Garmisch zu fallen, kam 15 Minuten später auch noch an. Der Nordwind hatte ihn wieder hochgetragen.

Die Bilder vom Flug:

Letztlich waren es 538 km in etwa sechseinhalb Flugstunden. Wir sind zwar wie Kraut und Rüben geflogen, aber das Sightseeing auf der Südseite war es eindeutig wert!!

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Am nächsten Tag, dem 13. April 2009, wollte ich mich dann mal wieder um DMst-Punkte kümmern. Der heutige Tag sollte sich als einer der besten im ganzen April herausstellen, denn heute war auch auf nördlich des Hauptkammes mit freundlichen Wolken zu rechnen.

Langsam liebäugelte ich auch ernsthaft mit den 600 Kilometern. Im April, das wäre schon ein Ding.

(Das Blog- Schreiben ist gerade ungeheuer schwierig, weil ich von einer riesigen, sabbernden Miezekatze belagert werde.)

Der Link zum Flug!

Ein wieder verhältnismäßig später Start kurz vor 12 Uhr Ortszeit. Eine feste Aufgabe hatte ich nicht angemeldet. Zuerst nach Osten, dann nach Westen, das war mein Plan, mit der Option, vielleicht auch auf die Südseite zu springen. Denn dort hatte ich es gestern schon ganz toll gefunden.

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Im Funk herrschte Hochstimmung. Es wurde geklagt, gejubelt, übertrieben, taktiert und gescherzt, genau wie es sich an einem Ostermontag über den Bergen eben gehört. Anhand der Funkmeldungen und der Wolkenoptik entschied ich mich für den Einstieg über den Achensee. Eine ziemlich gute Idee, denn prinzipiell brauchte ich von den Blaubergen bis zum Gerlos nicht viel zu kreisen. Erst am Gerlos begann ich kurzzeitig zu schwitzen, als ein fieses Lee mich über dem hohen Gelände unter 2500 m drückte. Zur Not wäre ich lieber ins tiefe Zillertal zurückgekehrt als weitergeflogen, doch ein anfangs schwacher, dann passabler Bart half mir mit 400 Höhenmetern.

Nun konnte ich durch den recht starken Dunst endlich ins Pinzgau sehen. Über der Nordflanke stand etwas, das wie eine Wurst aus Wasserdampf aussah. Irgendwie unnatürlich, gar nicht mehr wie Cumuluswolken. Entweder das Pinzgau geht heute überhaupt nicht, oder so richtig gut, dachte ich.

So flog ich knapp unter 3000 m Höhe unter den Anfang der Wurst, auf Ostkurs, hoping for the best.

20 Minuten später und 300 Meter höher, und noch dazu ziemlich sprachlos, überquerte ich Zell am See. Keinen Kreis hatte ich fliegen müssen, ich war genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen. Wenn das so gut geht hier, dann wird die Südseite sicher auch toll. Also bereitete ich mich auf die Hauptkammquerung südlich von Bad Hofgastein vor. Ich ritt den Grat nach Süden hinauf und traf auf Peter in der DG 600. Zusammen holten wir die letzten Höhenmeter für die Querung des Alpenhauptkammes.

Selbst aus 3200 m Höhe konnten wir nicht richtig sehen, welche Wolken dort im Süden standen und wie gut es dort gehen würde. Im Funk schalteten sich auch Hans und Wolfgang Hake jun. ein, die den gleichen Plan zur Querung hegten. Etwas planlos und unsicher glitten Peter und ich in Richtung Wand, in den undurchblickbaren Dunst hinein. Hans entschied sich einige Kilometer hinter mir aufgrund der Optik eindeutig zur Umkehr.

Ich dachte noch einmal nach, dann zog ich den Discus nach links tat es ihm gleich. Peter wollte es dennoch versuchen.

20 Minuten später wurde er bei Villach zur Außenlandung gezwungen. Mir wäre es auch nicht besser ergangen.

Die schnelle Planänderung ließ mich zuerst etwas ziellos weiter nach Osten fliegen und die Eislandschaft unter mir zu bewundern. Ich kurbelte noch einen Aufwind auf 3100 m, dann wandte ich mich nach Westen, was die anderen beiden schon vor 5 Minuten getan hatten.

Südlich von Zell am See sah ich zum ersten Mal in meinem Leben wilde Steinadler. Die beiden Tiere stiegen in meinen Aufwind ein und begleiteten mich mehrere Minuten lang darin.

Bis ins Inntal zurück war´s business as usual, sodass ich bald an der Nordkette war. Dort ließ mich der Fluglotse einen Umweg nördlich von Innsbruck machen, da ihm zu viele Segelflugzeuge die Waldbrand-lösch-Hubschrauber-Aktivitäten zu behindern schienen.

Dies kostete mich zwar etwa fünf Minuten, aber der gute Bart an den Arnspitzen brachte mich schnell wieder ins Rennen.

Über dem Tschirgant runzelte ich die Stirn: Hä, Regen? Tatsächlich. Es war vier Uhr und es begann zu schauern. Hans meldete 30 km weiter südwestlich, im Engadin, schon massive Schaueraktivität. Er riet mir, nicht in die Schweiz, sondern richtung Arlberg weiterzufliegen, um „trocken“ zu bleiben.

Ich find es immer super, ein neues Gelände kennen zu lernen. Also flog ich das Paznauntal hoch, um dort mehr Kilometer zu gewinnen. Die Berge hier empfand ich als noch imposanter als die im Engadin, obwohl ich sie ja eigentlich nur von der anderen Seite her sah.

Um halb fünf wendete ich am Stausee bei Galtür, bei dem das Tal zu Ende ist und der Pass nach Davos im Weg steht.

Zwar war es noch sehr früh am Abend, aber ich hatte ja auch noch fast 160 km nach Hause. Außerdem schien es im Inntal inzwischen stelleinweise ernsthafter zu regnen. Um kurz vor fünf flog ich an zwei großen Schauern vorbei über den Tschirgant. Am Vortag war ich über eine Stunde später hier gewesen!

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Ich kam nochmal auf 3100 m Höhe und sah gute Chancen, im regenfreien niedrigeren Gelände nochmals „tanken“ zu können, um meine Strecke nach Nordosten ins Flachland verlängern zu können. Dann würde vielleicht sogar noch ein FAI-Dreieck aus dem Flug!

Also flog ich in inzwischen recht sicherer Endanflughöhe an der schaurig-stimmungsvoll stehenden Zugspitze vorbei. Dabei bildete sich an meinen Flügelvorderkanten kurzzeitig sogar Eis, was ich nicht besonders lustig, dafür aber irre spannend fand.

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Die hohe Kiste schenkte mir tatsächlich noch einmal Energie bis auf 3000 m Höhe. Auch im Flachland konnte ich noch zweimal je 200 m Höhe gewinnen und hatte etwas nördlich von Königsdorf nun 1900 m Höhe über Grund zum Abgleiten.

Erst kurz vor Grünwald musste ich laut Rechner umdrehen. Nun musste zum Ausklinkpunkt am direkten Alpenrand zurück fliegen und dann noch nach Königsdorf, um dort zu landen.

43 km Gleitflug lagen vor mir.

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Schön. Einfach schön.

Ich landete um sieben Uhr, nach insgesamt 590 OLC-Kilometern und über sieben Stunden Flugzeit.  Mein FAI-Dreieck war 544 km lang geworden und brachte mir 604 Punkte für die DMst.

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Und das Wetter blieb gut. Nach acht Flugtagen mit nur zwei Pausetagen dazwischen musste ich mich dennoch im Zaum halten: Irgendwann macht das der Körper und die Psyche einfach nicht mehr mit.

Aber noch war ich fit, einmal fühlte ich mich noch fähig, auf Tour zu gehen. Dann allerdings konnte das Wetter so gut bleiben wie es wollte, es war erstmal genug.

14.04.2009

Nun wollte ich es aber wissen. Ich meldete ein 563 km langes FAI-Dreieck um den Wildkarkogel in den hohen Tauern und Zernez im Engadin an. Thomas Wolf mit seiner LS 6 würde mich begleiten und „ziehen“.

Der Link zum Flug!

Wir starteten um halb zwölf, eigentlich wieder zu spät. Herbert Weiß, der eine halbe Stunde vorher losgezogen war, sollte heute ein 700 km FAI-Dreieck um Nötsch und St.Moritz heimbringen.

In den Tegernseer Bergen hatten wir anfangs Probleme hochzukommen, ab Kufstein allerdings lief der Flug gut. Wilder Kaiser, Loferer, Steinernes Meer. Etwas nach Süden, schon waren wir an der ersten Wende. Erstaunlich fand ich, wie gut der Discus mit der 3 m größeren LS 6 im Gleitflug mithalten konnte; beim Steigen allerdings leisten deren Wölbklappen ganze Arbeit und lassen die Standardklasse in der Tiefe zurück.

An der gleichen Stelle wie am Vortag trafen wir wieder auf das Adlerpaar, das ich gestern schon gesehen hatte. Ob sie mich auch wiedererkannt haben?

Ganz klassisch übers Pinzgau ging es ins Inntal. Da wir an der Nordkette viel Zeit in schwachen Bedingungen verloren, war es bereits halb fünf, als wir endlich ins Engadin einsteigen konnten. Eine kurze Rechnung bestätigte, dass wir Zernez nicht mehr erreichen konnten, wollten wir nicht auf dem Heimweg mangels Thermik liegen bleiben. Also flogen wir nur noch bis zum Reschenpass, stiegen dort auf unglaubliche 3800 m Höhe und machten uns auf einen fast völlig problemlosen Heimweg. Und jetzt lassen wir mal wieder Bilder für sich sprechen:

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Trotz eines gescheiterten FAI-Versuches war es ein großartiger Flug, immerhin 541 km weit und wieder beinahe sieben Stunden lang.

Und dann fuhr ich heim, und schlief erstmal. Schließlich hatte ich ja eigentlich Ferien.
Auch die folgenden zwei Tage wären zum Fliegen brauchbar gewesen, aber… man soll ja aufhören, wenn´s am schönsten ist.

Teil 3: Drei Blauthermikflüge

Ich war es einfach nicht mehr gewohnt, so lange zu fliegen wie am Vortag,  und weil ich das gute Wetter nicht einfach verstreichen lassen wollte, ließ ich es am Mittwoch (08.04.) etwas gemütlicher angehen. Ich lud meine Mutter in den Duo Discus ein und flog mit ihr spazieren. Das war ich ihr schuldig, weil ich ja sonst nie zuhause bin…

Nebenbei übte ich den Einstieg in die Berge nach Osten über den Tegernsee und den Schliersee. (Hier gehts zum Flug!)

Am Donnerstag (09.04.) versprach der österreichische Alpenflugwetterbericht wieder ähnlich gute Thermik wie am Dienstag, nur mit weniger Wolken. Irgendetwas ritt mich, mir ein 560 km langes Dreieck vorzunehmen. Ich startete recht zeitig und kam viel zu früh in den Vorbergen an.

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Nur schwaches Thermikblubbern ließ mich voran kommen, und als ich am Soiern völlig abprallte und viel zu tief kam, brach ich mit Aussicht auf ein stabil-blau gefärbtes, dunstiges Inntal den Flug ab. Dann sammelte ich noch ein paar Kilometer im Osten, ohne wirklich gute Bedingungen anzutreffen. Also flog ich heim und landete nach drei Flugstunden. (Der Link zum Flug!)

Am Freitag musste ich sowieso arbeiten und eine Flugpause schadete nicht.

Am Samstag (11.04.) dann war etwas schwächeres Wetter, aber ich zog trotzdem los und flog über 300 km. Der geplante Ost-Abflug wurde mir durch die tiefe Basis gehörig versaut, so dass ich bei Geitau wendete und nach Westen flog. Erst als an den Arnspitzen die Thermik richtig gut wurde, brach ich den Flug  doch nicht ab und kam bis Landeck. Auf dem Rückweg sah ich mir den Wettersteingrat zum ersten Mal ganz aus der Nähe an.

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Dort fiel zum zweiten Mal an diesem Tag gehörig in ein Lee hinein und machte mich auf den Rückweg. Ein sehr spannender und äußerst lehrreicher Flug im Blauen. Nach viereinhalb Stunden war ich zurück in Königsdorf. (Der Link zum Flug!)

Und dann sollte das Wetter für einige Tage wieder richtig gut werden.

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Teil 2: „Angemeldet 510 km FAI“

Der Link zum Flug!

Die Idee dazu kam mir am Abend nach dem Flug mit Jan. Nein, eigentlich ist die Idee schon älter, nämlich hatte ich mir schon nach meinem ersten und bis dahin einzigen freien 500-Kilometer-Flug im Juni 2008 Gedanken über einen vorher deklarierten (und damit 30 Prozent Punktezuschlag bringenden) 500er Dreiecksflug gemacht. Auf diesem Flug, so hatte ich mir den Plan im Herbst zurechtgelegt, könnte ich größere Dreiecke in Richtung 700 km Streckenlänge und darüber hinaus aufbauen, indem ich die beiden Wendepunkte immer weiter nach Südosten bzw. Südwesten herausschiebe und den zweiten Schenkel auf die Südseite des Alpenhauptkammes lege.

In den Wintermonaten dann hatte ich Landkarten studiert, mir jeden Talverlauf eingeprägt, die Geländehöhen und die Landemöglichkeiten mental eintrainiert, die Strecke auf Schwierigkeiten und Besonderheiten untersucht  und hatte schließlich einen Flugzeitplan vor mir liegen, anhand dessen ich den Flug rechtzeitig abbrechen konnte, wenn ich zu spät dran wäre. Im Mai, hatte ich gedacht, im Mai könnte ich es dann mal versuchen.

Doch nun war der Abend des 6. April, ich war mit Wolfram im Vereinsheim und wir schlugen gerade unser Lager zum Schlafen auf. Der Gedanke ließ mich einfach  nicht los. Der Wetterbericht sagt „mässig“, etwas besser als heute, warum also nicht versuchen? Abbrechen kannst du den Flug immer noch. Also entschied ich mich vor der großen Wandkarte im Büro für die Dreiecksstrecke Bad Tölz – Ardez (Engadin) – Bad Hofgastein – Bad Tölz. Etwa 510 km würden das sein, eine Sache von fünfeinhalb bis sechseinhalb Stunden Flug.

Dann ging ich schlafen.

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Wir standen früh auf, um die Halle auszuräumen. Auch Wolfram und Jan, der wenig später anrollte, wollten auf Strecke gehen. Ich würde es versuchen, und ich war zuversichtlich. Wer wird sich hinstellen und zweifeln, wenn er an einem hellen Frühlingsmorgen nach Süden blickt und die Aussicht auf einen ganzen Tag über den Bergen hat?

So packte ich Ausrüstung, Verpflegung und Maulwurf in die 2D und speicherte die Strecke in den Bordrechner ein. Wenn ich den Kurs heute umrunde, dann sind das über 600 Punkte, das hatte ich ausgerechnet.

Der Zeitplan, den ich sehr pessimistisch und vorsichtig gerechnet hatte, sah einen Start frühestens um 10:30 und spätestens um 11:30 Ortszeit vor. Doch die Thermik wollte nicht so recht anfangen, und mit der ersten kleinen Böe stieg ich mich mit zehn Minuten Verspätung in den Discus ein. Es war 11:45, als mich Edi mit seiner rosa Schleppmaschine in Richtung Blomberg zog. Der Zwiesel schickte zuverlässiges Steigen um 2 m/s nach oben, und schnell hatte ich genug Höhe, um meinen Abflugpunkt, das Alpamare in Tölz, wie geplant in 1800 m über dem Meer zu umrunden und die Aufgabe zu beginnen. Zurück über dem Zwiesel, verlor ich nicht viel Zeit mit Steigen, ich drängte nach Süden in die Jachenau. Mein Rückstand hinter dem Zeitplan war nun fast eine halbe Stunde. Latschenkopf, Talquerung. Südöstlich des Soiern fand ich den ersten guten Aufwind des Tages: Über 3 m/s ließen mich fast 3200 m Höhe erreichen. Der Einstieg war geschafft.

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Im Inntal sah ich einzelne Entwicklungen, so dass ich die Standardroute über die Arnspitzen, Mieminger, Tschirgant und Venet wählte.

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Es lag irrsinnig viel Schnee im Süden. Trotzdem war der Einstieg ins Engadin unproblematisch. Hans und Christoph, die ich am Venet getroffen hatte, waren auch auf Südwestkurs. Hexenkopf, Muttler, überall kamen nun kräftige Aufwinde herauf, so dass es nicht nötig war, viel zu kreisen. Schnell kamen wir gegen den Wind voran.

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Als ich am Muttler vorbeiflog, waren es nur noch 30 km bis Ardez. Vor dem Piz Linard kurbelten wir zu dritt einen starken Aufwind bis 3300 m Höhe, ich warf einen letzten Blick auf die majestätische Antares und auf Christophs Discus, die ihr Glück noch weiter im Südwesten suchten.

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24 Minuten hinter dem Zeitplan umrudete ich die vorher gesteckte GPS-Marke in Ardez und machte mich auf den Weg nach Osten –  doch nun hatte ich den Wind im Rücken.

Und wie der mich vorantrieb. Und noch dazu war ich nun so richtig eingeflogen. An Kreisen dachte ich nicht einmal im Entferntesten, als ich mit bis zu 180 km/h das Engadin herunterraste, Muttler, Hexenkopf, Venet, schon war ich wieder im Unterinntal. An den Miemingern hatte sich mein Zeitrückstand auf 6 Minuten verkürzt, seit der Wende war mein Schnitt bei fast 124 km/h. Ich nahm Funkkontakt mit Jan und Wolfram auf,  die im Osten geblieben waren und etwa 50 km vor mir den gleichen Kurs wie ich flogen. Von ihnen bekam ich nützliche Infos über das Wetter und konnte meinen Stil gut anpassen. „Euch hol ich schon noch ein“, witzelte ich im Funk.

Nordkette, Innsbruck, Achensee. Der Flug war völlig problemlos. Der Fluglotse gab mir eine Fregabe zur Querung des Inntals. Am Kellerjoch jedoch überzeugte mich das schwache Steigen nicht: Da kommt sicher noch etwas besseres. Doch wo ich auch suchte, fand ich nur Sinken. Komisch.

Plötzlich schlug ich mir auf die Stirn: Den gleichen Fehler hast du im letzten Juni auch schon gemacht. Damals hatte ich mich hier im Zillertal mit nur 1800 m Höhe herumschlagen müssen und eine halbe Stunde Zeit verloren.

Nachmittags in niedriger Höhe einen Südosthang anzufliegen, ist meistens irgendwie ziemlich dämlich. Die Sonne steht im Südwesten, der Wind kommt aus Westen, wo warst du nur mit deinen Gedanken.

Meine nur mehr 2200 m Höhe hatte ich mir selbst eingebrockt und wollte es nicht noch schlimmer machen. So querte ich auf die Ostseite des Zillertals, flog an einen einladenden Hang und kreiste in angenehmen 3,5 m/s Steigen ein. Gerettet – viel Zeit hat das nicht gekostet. 10 Minuten hinterm Zeitplan.

Querab vom Gerlos stieg ich ins Pinzgau ein. Jan und Wolfram, 20 Minuten vor mir, berichteten von keinen guten Aussichten im Osten: Große blaue Löcher, vom Schnee her gedämpfte Thermik. Aber da drüben, 110 km weiter, liegt mein Wendepunkt? Bestimmt geht der ganz prima, der Osten.

Ich versuchte, in den wirklich schwachen Aufwinden nicht viel Zeit zu verlieren und die Thermikoasen um Zell am See ohne Zeitverlust zu erreichen. Ob ich Bad Hofgastein umrunden können würde, wusste ich nicht mehr. Wolfram und Jan, in Discus 2/18 und LS 4 unterwegs, hatten gewendet und flogen mir entgehen, Kurs nach Hause. Jan war etwa so tief wie ich und es war ein beeindruckender Moment, als wir mit über 300 km/h Relativgeschwindigkeit aneinander vorbeirauschten. Als Gruß wackelten wir mit den Flügeln, dann zogen wir unserer Wege.

Jetzt war es 16 Uhr und ich hatte mich irgendwie nach Zell am See gemogelt, ohne gute Thermik. Trotzdem kam ich hoch genug an, um am Hundstein mit zwei österreichischen Flugzeugen zusammen mit über 3 m/s auf 3400 m Höhe zu steigen. Die 10 Minuten Zeitrückstand hatten sich trotz der schwachen letzten Stunde auf 10 Minuten Vorsprung ausgebaut. Auch wenn in der Nähe des Haupkammes, wo ich hinwollte, keine Wolken mehr waren: Irgendwie komm ich da schon rum.

Kurs auf den Wendepunkt, noch 30 km. Ins Blaue hinein. Thermik gab es hier, südlich des Tales, offensichtlich echt keine. Na, sehr beruhigend. Auf der Westseite des Gasteiner Tales ritt ich den Grat hinauf nach Süden, doch nirgendwo war greifbares Steigen. 2600 m. Ich müsste nur das Tal überqueren, dort ist der Wendepunkt. Ich bin gerade so noch in der Zeit, rein Rechnerisch würde ich dann noch heimkommen, aber was, wenn ich da drüben zu tief komme, um noch Anschluss nach oben zu bekommen? Hier am Ende der Welt außenzulanden wäre nicht so lustig. Soll ich, soll ich nicht? Während meiner Gedanken hatte ich das Flugzeug in einem Aufwind ohne Steigen und ohne Sinken „geparkt“ und überlegte. Mit jeder Sekunde, die ich wartete, sank die Sonne tiefer. Ich wog alles genau gegeneinander ab, kam zu keinem logischen Ergebnis.

Und dann flog ich einfach los, glitt 10 km durch unbewegte Luft und umrundete den Wendepunkt in 2600 m Höhe. Wer wird denn 10 Kilometer vor der zweiten Wende umdrehen, fragte ich mich. Jetzt nur obenbleiben, einfach heimfliegen.

Über dem Gamskarkogel schenkte mir der Westwind fast 50 m Höhe, und mehr nach Gefühl fand ich etwas weiter nordöstlich dann doch wieder etwas Thermik. Stark wars nicht, ich erreichte auch nicht einmal 3000 m, aber ich kam vorwärts. Drei solcher Aufwinde in kurzer Zeit brachten mich so weit westlich, dass ich tatsächlich eine kleine Wolke in 3100m anfliegen konnte. Mit diesem Höhenpolster erreichte ich die Nordseite des Salzachtales. Zwei hohe Wolken zogen gut, über dem Pass Thurn konnte ich über 3400 m Höhe steigen.

Mann wäre das eine Sache, wenn ich die 600 Punkte nach Hause fliegen könnte. Noch ungefähr 100 km. Aber leider, genau wie im letzten Juni, trockneten die Wolken auf Kurs überall ab und ich musste den Umweg über den Gerlospass nehmen, wo die einzigen Wolken weit und breit standen, die mich sicher heimbringen könnten. Es war schon nach fünf Uhr. Das Pinzgau schien nun weder auf der Nord- noch auf der Südseite zu funktionieren. In 2200 m Höhe schlich ich über den Pass. Der Gleitflug vom Pass Thurn hatte mich 1200 m gekostet! Nun lag es an den Westhängen des Zillertals, zu entscheiden: Komme ich heim, oder sitze ich im Inntal?

Doch das Kreuzjoch ließ mich nicht hängen. Bald fand ich unter der vorletzten Wolke, die ich sehen konnte, etwa eineinhalb Meter Steigen am Hang. Erst in engen Achten, dann in vorsichtigen Schleifen, schließlich in Kreisen ging es ein letztes Mal auf 3000 m, das genügte mir.

Ich holte die Freigabe vom Innsbrucker Controller, nach Norden zu queren, überflog den Achensee und zog meinen MP3-Player aus der Bordtasche. Die Luft war hier im Norden fast unbewegt, nur der Westwind erzeugte kurze, beruhigende Steigböen an der Ostseite des Achentals.

Die Songs, die ich hörte, waren diese:

– Andy Mckee: Rylynn

– Coldplay: Viva la Vida

– Dire Straits: Your Latest Trick

– Farin U: Unscharf

– Brand New: I will play my game beneath the spin light

– Nelly Furtado: Forca

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Das ist übrigens Delta Mike, der Maulwurf. Er ist seit über zwei Jahren mein Copilot.

Die Lichtstimmung im Endanflug war überwältigend.

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Und dann war ich da. Meine Ankunftshöhe war kontinuierlich gestiegen, so dass ich das Alpamare in über 700 m Höhe überflog und noch Zeit hatte, ein bisschen nach Norden herauszufliegen.

„Zwei Delta geht auf Platzfrequenz.“
Ich liebe diesen Satz. Man könnte genau so gut sagen: Ich hab´s geschafft, ich bin wieder zurück. Yeah.

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Sechseinhalb Stunden Flug. Einfach klasse.

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Mein Zeitplan, das hat es mir außerdem gezeigt, stimmte einigermaßen. Ich kann darauf aufbauen. Wenn die Thermik nur noch eine Stunde länger hält und ich eine Stunde früher starten kann, dann habe ich sie tatsächlich auf dem Papier, die 700 Kilometer FAI.

Langsam begann ich diese Wetterlage zu mögen. Sie schien sich fortzusetzen…

Von Wolke zu Wolke.

Hier meldet sich die Alpha Lima India November Alpha. Überraschenderweise wurde ich zur Co-Autorin erwählt. Dieser Ehre gebührt eine sofortige Reportage. Diese wird vermutlich recht unkonventionell ausfallen, denn vom Wetter hab ich keine Ahnung. Ebenso wenig von Thermik, Physik und Flugstrategien (gibt es die überhaupt?). Deswegen bin ich auch Co-Autorin und nicht Co-Pilotin.

Eigentlich hatten Benny und ich uns einen denkbar schlechten Tag zum Fliegen ausgesucht. Aber für ihn gibt es anscheinend kein schlechtes Flugwetter. Und ich hab ja sowieso keine Ahnung davon.

Nach einer meteorologisch sicherlich grandiosen Frühsommerwoche, war der Himmel am Morgen unseres Flugtages verhangen und grau. (Mit der Aussicht auf einen Segelflug ist es nicht sonderlich ermutigend von den aufs Dach fallenden Regentropfen geweckt zu werden.)

Wir trafen uns am Flugplatz Königsdorf. Bei, ich würde sagen, gefühlter Windstärke 8 oder 9. Abenteuerlich wirkten die zu beobachtenden Windenstarts deswegen natürlich nicht.

An den makellosen, vollkommenen, ästhetischen Tragflächen des Duo Discus erfühlte ich erneut die unfassbare Schönheit eines Flugzeugs und das grenzenlose Fernweh.

Auf, auf und davon.

Doch zunächst mussten wir uns den Duo Discus frei kämpfen. Eingekeilt lag er in mitten der anderen Flieger. So chaotisch der Blick in so eine Halle auch sein mag, faszinierenderweise berührt hier drin kein Flugzeug das andere. Schwer vorstellbar, is aber so. Jedenfalls machte uns die gefühlte Windstärke 8 oder 9 beim Abstellen der Flieger im Freien doch zu schaffen. Weggepustet, umgekippt, davongeblasen… Nein, wir haben schon aufgepasst. Die Flieger sind heil geblieben.

Duo Discus raus. Dann dieser Check, dessen Namen ich mir nicht merken kann. Sieht wie folgt aus: Alina klettert ins Flugzeug, betätigt einige Hebel, während Benny das Flugzeug umkreist, hier und da ein wenig rüttelt, zieht, etc. (Immerhin weiß ich, das dieser Check gemacht wird, damit wir nicht fahrlässig vom Himmel plumpsen.)

Warteschleife. Kaum zu glauben, das so viele Fliegen wollen. Benny erklärt mir, dass wenn das Flugzeug noch nicht ganz oben angekommen ist, aber das Seil schon ausklinkt oder gar reißt, dann gäbe es einen lauten Knall und er würde ein Notverfahren einleiten. Völlig in Ordnung. Benny kann alles.

Und dann ging es los. Flieger auf die Startbahn, Fallschirme anziehen, anschnallen, Windenseil einklinken, Deckel druff, Handzeichen und… Holperdipolter – aber nur ein paar wenige zehn Meter, denn schon hob unser Flieger vom Erdboden ab.

Einfach so, hinauf gezogen. Abgehoben.

Mit einem Affenzahn in steilem Winkel direkt nach oben auf die Wolken zu. Dann, ein lauter Knall.

Hätte Benny in diesem Moment nicht gesagt, „So, wir sind oben.“ – Ich glaube ich hätte ein eingeleitetes Notverfahren erwartet.

Ich kann nicht mehr so genau sagen in welche Richtung wir geflogen sind. Ein bisschen Osten, zurück nach Westen, ein wenig nach Norden.

Fliegen ist die schönste Sache der Welt. Und wenn man hinten sitzt, kann man sich ohnehin fast nur auf die Tatsache konzentrieren, dem Kopf begreifbar zu machen, das man fliegt, ohne ihn dabei zu verlieren. Und die Aussicht genießen. Von oben, das muss mal erwähnt werden, sieht man noch nicht einmal Erhebungen in der Landschaft. Da sieht alles ganz platt aus.

In der Luft herrschte Windgeschwindigkeit 100. Ich meine natürlich, der Wind pfiff mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h. Der Duo Discus stand in der Luft. Fiel nicht herunter, flog nicht vorwärts. Stand einfach. Beeindruckend, wenn man weder vom Wetter noch von Physik den blassesten Schimmer hat.

Unser Flug kreiste im wahrsten Sinne des Wortes um ein Ziel: Aufwinde finden. Hatten wir einen, so flog Benny darin kreiselnd nach oben. Dafür gibt es sicherlich einen Fachbegriff. Aber dafür bin ich noch nicht zuständig. Auch wenn das unsere Hauptbeschäftigung war, allein schon deshalb weil wir nicht auf die Erde zurückkehren wollten, so durfte ich trotzdem auch mal fliegen.

Und zwar immer dann, wenn wir uns nach oben hatten trudeln lassen (also, wenn Benny uns nach oben geflogen hatte) und wir auf der Suche nach einem neuen geeigneten Aufwind waren.

„Jetzt darfst du mal“, kam es von vorne, „Versuch mal die Wolke da geradeaus anzufliegen. Unter jeder Wolke befindet sich ein Aufwind. Und jetzt flieg!“

Mein erster eigener Flug, von dieser Wolke zur nächsten, wand sich wie eine Schlange. Ich hatte kein Gefühl dafür, wie man Pedale (nennt man die so?) und Steuerknüppel (Fachsprache bitte, Herr Kapitän!) betätigt um ans Ziel zu kommen.

Aber ich kam an. Bei der besagten nächsten Wolke. Der Pilot übernahm wieder und ich äußerte mein absolutes Unverständnis darüber, wie er es schaffte den Flieger so perfekt geradeaus zu fliegen.

„Ist gar nicht so schwer. Du musst nur immer wieder ausgleichen. Und probier mal aus, was passiert wenn du nur Pedale oder Steuerknüppel betätigst.“

Benny, die Hoffnung noch lange nicht aufgegeben, überließ mir erneut das Steuer mit der Anweisung: „Flieg mal die Wolke da vorne an. Diesen kleinen Fetzen da.“

Ich weiß jetzt schon gar nicht mehr, was ich so gravierend anders machte, jedenfalls flog ich. Und zwar ziemlich geradeaus. Mein Pilot hatte außer „Nimm die Nase unter den Horizont!“ nicht viel einzuwenden. Irgendwann erklang sein (ich bilde mir ein entzückter) Ausruf: „Ich hab schon seit 15 Minuten gar nichts mehr gemacht!“

Irgendwie lief das dann plötzlich also doch ganz gut. Wir flogen nach Osten. Wendeten über Dietramszell, überquerten Geretsried (eine von oben absolut potthässliche Stadt), erreichten sogar noch in geschätzten 400 Metern Höhe das Ufer des Starnberger Sees. Oder zumindest fast.

Von da an wurde unser Flug zu einer der schönsten Qual die ich mir vorstellen konnte. Das verzweifelte Suchen nach Aufwinden, um ja nicht landen zu müssen… Herrlich.

Schließlich, wohl oder übel, mussten wir dann doch landen, nachdem Benny mir erklärt hatte, das die Königsdorfer es nicht soooo witzig fänden, wenn man ihren Kirchturm abrasiere.

1 Stunde und 44 Minuten waren wir unterwegs.

Fügung oder Schicksal.

Unser Flugzeug kam weit vor der Halle zum stehen. Unmöglich hätten wir es gegen den Wind in sie hinein schieben können. Unmöglich. Eine willkommene, ein wenig eingeredete Unmöglichkeit.

Also: Ein zweites Mal abheben. Ein weiteres Mal kreiseln. Ein Feststellen, das einfach keine Aufwinde in der Nähe zu finden sind. Eine Landung nach acht Minuten Flugzeit, bei der Benny den Duo Discus fast direkt in der Halle geparkt hätte.

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Ein Hoch also auf meinen Magen, der das alles völlig ohne Murren mitmachte.

Und ein Hoch auf Benny, der sogar ein welkes Blatt im Wind steuern kann.

Fliegen. Fliegen. Fliegen.

Zum Schluss noch einmal Emily.

To make a prairie it takes a clover and one bee,

One clover, and a bee,

And Revery.

The revery alone will do,

If bees are few.

Danke Benny, nicht zuletzt für die Affäre mit der Freiheit.

Die Osterflüge, Teil 1: Unterwegs mit Jan

Es war zu viel, und es war zu gut, um es in Worte fassen. Auch die Bilder reichen nicht. Aber es muss einfach ein bisschen erzählt werden. Let´s begin.

Montag, 6. April 2009

Der Link zum Flug!

Nach einer selbst für seine Verhältnisse sehr langen Pause war schon Tage zuvor ein Raunen durch die Flieger aus Königsdorf gegangen, es gab ein paar Sichtungen, man hat ihn wohl irgendwo in einem Discus gesehen, am Windenstart, unter einer Wolke, in der Flugzeughalle. Irgendwann verdichtete sich das Gerücht zur Gewissheit: Jan ist wieder da!

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Die Wettervorhersage war gut, und es war für uns beide klar: Heute muss geflogen werden, und zwar zusammen.

Bald war der Duo Discus „007“ klargemacht, mit allerlei Müsliriegeln und Wasserflaschen ausgestattet und ein 322 km FAI-Dreieck angemeldet.

Am späten Vormittag starteten wir an der Winde, hatten einige Probleme mit dem Steigen in der schwachen Blauthermik, und erst nach einer Stunde Kampf konnten wir im Verband mit Patrick Kuhl im Discus 2c in den ersten richtigen Aufwind am Blomberg einsteigen.

In den Bergen gab es sogar Wolken, so dass der Flug zum Spaziergang wurde. In Höhen um 3000 m ging es über die Benediktenwand, die Arnspitzen und die Mieminger Kette bis zum Venetberg bei Landeck, unserem ersten Wendepunkt im Westen. Dann, immer noch mit Patrick im Schlepptau, das Inntal nach Osten, vorbei an Innsbruck. Über Wörgl und die Hohe Salve stiegen wir ins Pinzgau ein, wo wir sahen, welche Schneemassen in den Bergen im April liegen.

Bei zuerst schwachen Bedingungen nahmen wir unseren zweiten Wendepunkt am Pass Thurn und flogen zurück in die starke Thermik richtung Gerlospass.

Dort noch ein Aufwind, die Freigabe vom Innsbrucker Controller wurde geholt, und aus 3200 m Höhe ging es mit hoher Geschwindigkeit nach Nordwesten zurück, Zillertal, Achensee, Blauberge, und daheim waren wir. Wir landeten nach etwa viereinhalb Stunden.

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Ein Spaziergang, dieser Flug. Patrick fand´s langweilig („Nicht mal ein schwieriger Tiefpunkt dabei!“), für Jan und mich war es ein toller erster Alpenflug dieses Jahr.

Dass dies nur der Anfang einer großartigen Wetterperiode sein sollte, ahnten wir noch nicht.

…Fortsetzung folgt!

Alpenfliegen in den Osterferien

Ich hatte fast vergessen, wie schön Segelfliegen eigentlich ist. Klar, ich bin den Winter über hin und wieder geflogen, bin auch im Flachland dieses Jahr schon ein paarmal in der Thermik herumgeheizt, aber was ich in den vergangenen eineinhalb Wochen erlebt habe, übertraf einfach alles…

Meistens alleine im Discus 2c, doch auch einmal mit Jan und einmal mit Martin im Duo Discus, hatte ich die Gelegenheit, die Alpen vom Dachstein über Mauterndorf und Lienz im Osten bis ins Engadin und das Paznauntal im Westen zu durchfliegen.

Insgesamt blicke ich auf acht Streckenflüge in neun Tagen zurück (ein Tag Pause musste einfach sein), dabei auf 41 Flugstunden und 3190 Streckenkilometer.

Bei dieser Flut von intensiven Eindrücken und Erlebnissen ist es zunächst besser, einfach Bilder für sich sprechen zu lassen; kurze Berichte und ausführliche Bildergalerien für jeden Flug werden folgen.

Hier eine Slideshow, die ich heute Vormittag (nach einem gemütlichen Ausschlafen) zusammengebastelt habe:

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Endlich wieder in die Berge

Habt ein bisschen Geduld… Leider muss ich im Moment noch fliegen.

Es ist seit Montag eine tolle Wetterperiode über den Alpen, die mir das Schreiben und sortieren der vielen Fotos unmöglich macht. Wahrscheinlich gibt es ab dem Wochenende Berichte und Fotos über

– Jans und meinen 363 km – Flug am Montag

– Meinen 582 km- Flug am Dienstag

– Den Spazierflug mit meiner Mutter am Mittwoch

– Dem Flug, der mich heute vielleicht über die 600 km trägt

– Und den Dingen, die noch kommen mögen, solange das Hochdruckwetter über den Alpen bleibt.
Bis dahin nur noch ganz kurz ein paar Bilder aus den vergangenen Tagen, denn gleich muss ich zum Briefing.

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Low save

Der Link zum Flug!

Gestern hab ich eine Tiefflugübung gemacht. Ziemlich unfreiwillig.

Der Wetterbericht für den Samstag war in den Vortagen nicht besonders eindeutig gewesen: Von „mäßig“ bis „kaum nutzbar“ gingen die Thermikvorhersagen auseinander. Trotzdem blieb ich in der Nacht von Freitag auf Samstag am Flugplatz, in der Hoffnung, doch irgendwie ein bisschen fliegen zu können.

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Man sieht es schon im Hintergrund: Das frühe Aufstehen hatte sich keineswegs gelohnt und ein dichter, grauer Himmel verhinderte jeden Gedanken an einen halbwegs frühen Start. Trotzdem bereitete ich den Discus 2c vor: schließlich wollte ich die Kabinenbelüftung, die ich am letzten Regenwochenende modifiziert hatte, testfliegen.

Ich half Sascha und Dieter dabei, zwei weitere Flugzeuge aufzurüsten und verbrachte die frühen Mittagsstunden ziemlich unschlüssig. Alle paar Minuten blickte ich zum Himmel. Der wurde und wurde einfach nicht heller.

Die ersten Schulflugzeuge starteten und wir werkelten ein bisschen an Leitwerk und Cockpit der LS 4 herum.

Um zwei Uhr wurde mir das alles zu doof. Ich stellte mich einfach mal in die Startreihe. Es hatten sich ein paar winzige blaue Löcher aufgetan. Ganz sicher geht´s irgendwo hoch.

Um 14:30 katapultierte mich die kräftige Elektrowinde in die Luft. Zwanzig Sekunden später und 380 m höher. Die Flugsicht war mehr als bescheiden:imgp1646

Ich war nicht mal überrascht, als es dann tatsächlich leicht außerhalb der Platzrunde zu tragen begann. Etwa 0,5 m/s Steigen konnte ich festnageln und zog mich daran nach oben. Bald wurde einer, dann 1,5 Meter daraus. Ich liebe Segelfliegen.

Die schwammigen CU-Wolken hatten zwar, wie ich nach einigen erfolgslosen Kreisen herausfand, nichts mit der Thermik zu tun, aber in deren Höhe von 1400 m über dem Meer (nur 800 über Grund) war trotzdem Schluss.

Der Wind pustete mäßig aus Nordosten, und die einzige Möglichkeit, heute ein Stück mehr von der Welt zu sehen als die Platzrunde, sah ich in der anderen Richtung. Also flog ich mit dem Wind fort nach Südwesten.

Ich merkte schnell, dass das Thermikfinden an diesem Tag oft Zufall war. Vielleicht fand ich deswegen keine mehr. Über Penzberg einige Kreise in schwachem Steigen, doch ich wollte weiter. Sicher geht es im Süden besser. Manchmal ein kleiner Lupfer, sonst nichts. Die bisher hübschesten Wolken des Tages über Sindelsdorf funktionierten nicht im Geringsten. Ich kam in etwa 500 m über dem Moor nördlich des Kochelsees an, fand nur zerrissene Steigböen, die ich nicht ausfliegen konnte, und geriet schließlich in eine stark sinkende Luftmasse unter den dortigen Quellwolken.

400 Meter. Minus drei pro Sekunde. Sollfahrt, drücken. Vielleicht hier drüben, an der Luvkante. Ein Lupfer, nein, wieder nichts. 350 Meter. Dann dort, über den freien Bodenflächen. Hier kann man prima landen, klar.

Noch könnte ich auch zum Privatflugplatz in Kochel hinübergleiten und komfortabel niedergehen. Aber dann müsste ich jetzt aufgeben, und wenn es irgendwo hochgeht, dann hier. Nein, lieber auf den Acker, und dafür noch zwei Minuten Thermik suchen.

(Diese Entscheidung hat mich nur zwei Sekunden gekostet.)

Ich ließ das Flugzeug die Thermik erfühlen, bemerkte behutsam jedes Flügelwackeln, jede Geschwindigkeitsänderung. Immer ein hoffnungsvoller Zieh-Impuls, wenn ein Stoß von unten kommt. Vorsichtig kreisen, ganz eng. Das Variometer blieb auf Null. Hier geht doch was. Noch ein, zwei, drei solche Kreise, ich sinke nicht mehr, steige noch nicht.

Da, ein Bussard. Ich bin 280 Meter über den Wiesenflächen nördlich des Kochelsees. 50 Meter südlich von mir dreht ein Bussard seine Kreise. Gerettet? Ich verlagere meinen eigenen Kreis, um den Bussard außenrum. Plus 0,5. Plus 1. Der Bussard findet mich ziemlich groß und relativ unelegant, aber er bleibt bei mir. „Mal sehen, ob er es hinbekommt, wo ich ihn doch jetzt schon gerettet habe“, scheint er zu sagen. imgp1641

Zwölf Minuten klammerte ich mich in dem schwachen Aufwind fest, und als ich immerhin wieder 600 Meter hoch gestiegen war, besaß ich den Mut, mir einen neuen, stärkeren Lift zu suchen.

Ich fand ein Stück weiter richtung Murnau, wo mich herrliche 2 bis 3 m/s auf unglaubliche 1700 m Höhe schossen. Jetzt war ich höher als die umgebenden Wolken, und vergaß für eine Weile alles. Ein Watte-Paradies mit den fantastischsten und chaotischsten Wolkenbildern, die man sich vorstellen kann. Der kurze Flugabschnitt zum Staffelsee zwischen den Wolken war einfach genial.

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Vom Staffelsee zog ich eine Linie entlang des östlichen Ufers des Starnberger Sees, die einigermaßen sicher zu befliegen aussah. Über den Osterseen zog ich einige Kreise in schwachem Steigen, um die Osterseen zu fotografieren, die im Moment ungewöhnliche Farben aufweisen:

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Kurz darauf fand ich wieder einen recht guten Aufwind bis 1500 m. Ich flog noch weiter nach Norden bis nahe Starnberg. Auf dem Rückweg verlor ich wieder den Anschluss an die Thermik und fand mich ziemlich tief bei Münsing wieder. Von Wolkenfetzen zu Wolkenfetzen tastete ich mich vor, den Gleitwinkel streckend, aber zum Steigen reichte es nicht. Wieder kam ich unter 300 m über Grund, diesmal wäre ich auf die hügeligen Wiesen östlich des Sees gegangen. Doch diesmal war ich mir sicher, wieder wegzukommen, weil ich noch viele Optionen zur Thermiksuche hatte. So bastelte ich mich wieder hoch und beschloss, auch als das Steigen wieder besser wurde, heimzufliegen. Ein dritter solcher Tiefpunkt ist nicht gut für meine Nerven, da kann das Fliegen so viel Spaß machen wie es will.

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Nicht ganz 100 km sind dabei herausgekommen, nicht ganz zwei Stunden hab ich dafür gebraucht. Nicht ganz mein Lieblingswetter, aber es hatte einen hohen Lerneffekt.

Und jetzt weiß ich wenigstens, dass Strohhalme in der Kabinenlüftung eine ziemlich gute Idee sind.

Neues aus Mindelheim

Das ist der Astir (und der Lasse).

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Wie man auf dem Bild sieht, ist das Flugzeug (im Gegensatz zum Lasse) ganz fürchterlich traurig. Das hat seine Gründe.

Es ist nämlich ein Astir CS.

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Der sieht zwar ziemlich putzig aus, aber steigen tut er trotzdem nicht.

Und dafür ärgern ihn immer alle. Und wegen seiner platten Nase. Und wegen seiner Gewichtsprobleme. Und weil er viel älter ist als die anderen Flugzeuge (und als die meisten seiner Piloten.)

Der Astir wird also gemobbt.

Die Herstellerfirma Grob allerdings hat dieses Problem nun behoben. Brandneu auf dem Markt, wurde gerade eben der erste

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an die Segelfluggruppe Isartal und den FSV Bad Tölz ausgeliefert.

Der Astir-2cxT ist eine neu überarbeitete Auflage des berühmten Trainingsflugzeuges.

Er verfügt über eine unübertroffene Schwerbauweise, einen wie gewohnt serienmäßigen, innovativen Doppelriss in der Kabinenhaube, ein Funkgerät mit vom Piloten individuell einstellbarer Sende- und Empfangsfrequenz, kein vollkommen neu entworfenes Cockpit, sehr gut entwickelte Sinkleistungen, und jetzt kommt die innovativste Neuerung, kein integriertes Vogelhäuschen.

Zusätzlich behauptet der Hersteller hartnäckig (auf meine Frage hin, was denn das „T“ im Namen bedeute), dass da auch „irgenwo noch´n Triebwerk drinne is, klar, ne?“

Zwar wurde die integrierte Heimkehrhilfe bisher weder getestet noch entdeckt, doch „Fliecht erst mal damit, un dann lous, nich.“

Das alles klingt nach völlig neuem Flug- und Landespaß. Wir dürfen gespannt sein…

Wer wird denn am 1. April alles glauben? Natürlich haben wir das Triebwerk in Wirklichkeit längst gefunden.

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